Geschichte

Die Apotheke

Die Erbprinz-Apotheke wurde im Jahre 1957 von Elisabeth Disdorn gegründet. Als Kriegswitwe und alleinerziehende Mutter zweier kleiner Kinder hatte sie mit Hilfe ihrer Eltern studieren können. Sie eröffnete zunächst in der Schillerstraße, gegenüber dem heutigen Standort, und begann den Betrieb mit einer Apothekenhelferin und einem Praktikant. Schon bald erwiesen sich die Räumlichkeiten als zu beengt und so wechselte man 1964 einfach die Straßenseite und zog in den Neubau der Stadt Ettlingen an der Schiller-Ecke-Mühlenstraße ein, der für den Betrieb einer Apotheke geplant und konzipiert wurde.

Zu dieser Zeit hatte Elisabeth Disdorns Sohn, Rainer, schon sein zweijähriges Praktikum in der mütterlichen Apotheke hinter sich gebracht und studierte anschließend an der Universität Karlsruhe, den damals noch angebotenen Studiengang Pharmazie. Nach seinem Staatsexamen 1968 und einigen Jahren Praxiserfahrung in einer Apotheke im südbadischen Friesenheim, kehrte er Rainer Disdorn 1971 nach Ettlingen zurück und arbeitete fortan wieder in der Erbprinz-Apotheke.

Die Familie

Als sich Elisabeth Disdorn 1982 nach 25 Jahren aus dem Berufsleben zurückzog, übernahm ihr Sohn das Unternehmen zusammen mit seiner Frau, Ulla Disdorn, und führte es die nächsten 20 Jahre erfolgreich weiter.

Seit 2002 erfuhr man Unterstützung durch Kirke Disdorn, Ehefrau des ältsten Sohnes, Oliver Disdorn, die 2003 ihr Pharmaziestudium an der Universität Heidelberg abschloss. Mit ihr hielt frischer Wind und notwendige Veränderungen Einzug. So wurde beispielsweise ein komplett neues Warenwirtschaftssystem angeschafft und der Ausbau des Lieferservice forciert. Hinzu kam die Renovierung der Fassade des Hauses in der Mühlenstraße und auch die Erbprinz-Apotheke bekam ein neues, moderneres Gesicht.

Der Neuanfang

Kirke Disdorn leitet seit dem 1. April 2007 die Apotheke. Nur wenige Wochen nach der Übergabe verstarb Rainer Disdorn nach langer, schwerer Krankheit. In seinem Sinne wird das Familienunternehmen weitergeführt und stellt sich den Herausforderungen der Zukunft, im mittlerweile 50. Jahr seines Bestehens.