IBS vs. IBD: Der entscheidende Unterschied für Patienten
Viele Menschen verwechseln das Reizdarmsyndrom (IBS) mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (IBD). Obwohl beide ähnliche Symptome verursachen können, handelt es sich um grundlegend verschiedene Erkrankungen.
Was ist IBS?
Das Irritable Bowel Syndrome (IBS) oder Reizdarmsyndrom ist eine funktionelle Störung. Der Darm ist strukturell gesund, arbeitet aber nicht richtig. Es gibt keine Entzündung und kein erhöhtes Risiko für Darmkrebs.
Was ist IBD?
Inflammatory Bowel Disease (IBD) umfasst Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – beides chronische Entzündungserkrankungen des Darms mit nachweisbaren strukturellen Veränderungen.
Die wichtigsten Unterschiede
- Entzündung: IBD – ja; IBS – nein
- Blut im Stuhl: Bei IBD häufig; bei IBS sehr selten
- Diagnose: IBD durch Biopsie bestätigt; IBS durch Ausschluss
- Behandlung: IBD mit Immunsuppressiva; IBS symptomatisch
- Krebsrisiko: IBD erhöht das Risiko; IBS nicht
Was bedeutet das für Patienten?
Eine genaue Diagnose ist entscheidend. Wenn Sie Blut im Stuhl bemerken, Gewicht verlieren oder starke Entzündungszeichen haben, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.
Diese Information ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.